2011 sollte er eigentlich unbedingt kommen – doch bislang konnten die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und der Handelsverband Deutschland (HDE) offensichtlich keine Einigung erzielen.

Wie ist nun der aktuelle Stand der Dinge?

Die Gewerkschaft ver.di hat bis Ende November 2011 eine Tarifkommission gebildet, die ihre Grundpositionen für einen Mindestlohn im Einzelhandel festlegen soll.  Ziel ist, dass im Einzelhandel alle Unternehmen der Branche unabhängig von einer Tarifbindung, verpflichtet werden sollen, ein zwischen ver.di und HDE vereinbartes Mindestentgelt zu zahlen.

So soll die politische Forderung der Gewerkschaft von 8,50 Euro in den kommenden Wochen in regionalen Tarifkommissionen diskutiert werden, da einige Bundesländer bereits darüber liegen, die meisten aber darunter.

Eine ver.di-Sprecherin erklärt, dass es deshalb zu regional unterschiedlichen Forderungen kommen kann. Weiter erklärt sie, dass es grundsätzlich wichtig sei, Dumpinglöhne abzuschaffen. So sollen 12 % der Beschäftigten im deutschen Einzelhandel für weniger als 5 Euro arbeiten müssen.

Sind diese regionalen Diskussionen abgeschlossen, sollen die Verhandlungen mit dem Handelsverband aufgenommen werden. Voraussetzung für eine allgemein verbindliche Erklärung des  Mindestlohn-Tarifvertrages ist, dass mehr als 50% der Beschäftigten der Branche tarifgebunden sein müssen.

Die zuletzt vom Arbeitsmarkt- und Berufsforschungsinstitut (IAB) ermittelte Zahl soll noch knapp über 50% gelegen haben. Die nächste öffentliche Zahl wird im April 2012 herausgegeben.

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