Keine Tarifbindung für Mitglieder des Bund der Kaufleute. 3 Jahre lang haben der Handelsverband Deutschland und die Gewerkschaft ver.di verhandelt, um sich auf einen Mindestlohn im Einzelhandel zu einigen und waren außerordentlich zuversichtlich, diesen dann auch für alle Einzelhändler allgemeinverbindlich erklären lassen zu können.

Voraussetzung für eine Allgemeinverbindlicherklärung laut Gesetz ist, dass eine ausgehandelte Lohnuntergrenze nur dann der gesamten Branche auferlegt werden kann, wenn mindestens die Hälfte der Beschäftigten in einem tarifgebundenen Unternehmen arbeiten.

Der Paukenschlag: Das sogenannte Betriebspaneel des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ergab, dass 2011

in Westdeutschland 44 Prozent und
Ostdeutschland sogar nur 27 Prozent der Arbeitnehmer

in tarifgebundenen Unternehmen beschäftigt waren.

Ist das Thema nun damit generell vom Tisch?

Der Handelsverband Deutschland (HDE) fordert nun die Regierung auf, die Hürden zu senken und fordert: „Die gesetzliche Regelung zur Allgemeinverbindlicherklärung von Tarifverträgen muss reformiert werden“.

Damit wissen also alle, dass das Ziel der Allgemeinverbindlicherklärung aktuell bleibt.

Wir bleiben dran und werden weiter berichten.