Jahresausblick 2026: Stimmung unter den BdK-Mitgliedern ist verhalten
Die jährliche Befragung des BdK unter seinen Mitgliedsunternehmen verdeutlicht eine insgesamt verhaltene Stimmung im norddeutschen Einzelhandel. Dies spiegelt sich in einer eingetrübten Stimmung, vorsichtigen Umsatz- und Geschäftsergebnisprognosen, erwartetem Abbau von Arbeitsplätzen und einer zurückhaltenden Investitionsplanung wider.
Von der Bundesregierung wünschen sich die die BdK-Mitglieder besonders, den Mindestlohn zu deckeln. Die Hälfte der befragten Unternehmen gibt an, dass die Stimmung mit Blick auf 2026 schlechter als 2025 ausfällt. 36,3 Prozent kommunizierten eine gleichbleibende Stimmung, während 13,6 Prozent eine bessere Stimmung verzeichnen.
Bei Umsatz und Geschäftsergebnis rechnen 40,9 Prozent mit einem leichten Rückgang, 18,2 Prozent mit stabilen Werten und 31,8 Prozent mit einem leichten Anstieg. 27,3 Prozent der Unternehmen planen einen Stellenabbau, während lediglich 9,1 Prozent einen Personalzuwachs erwarten. Die Mehrheit (63,6 Prozent) möchte die Anzahl der Beschäftigten stabil halten. 50 Prozent der Unternehmen wollen 2026 ihre Investitionen reduzieren. 27,3 Prozent der Einzelhändler planen mit gleichbleibenden Investitionen, während immerhin jedes fünfte Unternehmen (22,7 Prozent) mit höheren Investitionen plant.
In der Umfrage haben wir auch danach gefragt, welche Maßnahmen die Bundesregierung 2026 in Angriff nehmen sollte. Dabei zeigt sich, dass 61,9 Prozent der Unternehmen die Deckelung des Mindestlohns als sehr wichtig einordnen. Bürokratieabbau bzw. Planungssicherheit und Verlässlichkeit folgen auf den weiteren Plätzen, gefolgt von der Senkung der Energiepreise für Unternehmen unabhängig von der Unternehmensgröße.

